Schule, Studium

Das Sechs–Tage–Anti-Panik–Programm

Prüfungsangst – was nun?

16.02.2012 Von: Lisa Landwehrjohann

Niemand findet Prüfungen angenehm. Doch während sie für den einen erträglich sind, bedeuten sie für den anderen blanker Horror. Was man tun kann, wenn einen die Panik am Prüfungskragen packt, weiß der DerAbiturient.de.

Nasse Hände, trockener Mund, ein Herz das erst bis zum Hals schlägt und dann in die Hose rutscht, sich ankündigender Blackout, Konzentrationsverlust und ganz zum Schluss: Scheitern auf ganzer Linie. So muss es bei keiner Prüfung laufen. Nicht bei einer Klassenarbeiten, einem Referatsvortrag und auch nicht bei der Führerscheinprüfung. Im Grunde kommt es nur darauf an, die Angst anzunehmen, geschickt zu mindern und ihre Vorteile zu erkennen.

Wer völlig sorglos in eine Prüfung geht, lebt gefährlich. Denn er wird schnell unaufmerksam. Angst bezeichnet einen Erregungszustand, der uns leistungsfähiger macht und die Sinne schärft. Zu viel Panik macht allerdings hektisch und hemmt die Leistung. Um die richtige Dosis Aufregung zu erlangen braucht es eins: Vorbereitung. Und die beginnt im Idealfall sechs Tage vor dem Prüfungstermin.

Tag 6 vor der Prüfung: Status Quo
An diesem Tag sollte man eine Bestandsaufnahme machen und sich einige Fragen beantworten: Was wird abgefragt? Was kommt auf mich zu? Was davon sitzt? Was hab ich noch gar nicht kapiert? Wer kann mir helfen? Am Ende des Tages sollte ein Plan für die nächsten fünf Tage fertig sein. Am besten in schriftlicher Form.

Tag 5 vor der Prüfung: Kapieren
Dieser Tag ist der mit dem größten Aufwand. Es muss alles genau geübt werden, was man noch nicht verstanden hat. Wissenslücken müssen gefüllt werden. Und zwar so lange, bis man es wirklich geschnallt hat.

Tag 4 vor der Prüfung: Üben
Heute wird alles geübt. Je öfter man Aufgaben und Abläufe wiederholt, desto besser sitzen sie anschließend. Das gibt Sicherheit.

Tag 3 vor der Prüfung: Aufschreiben
Heute ist Zetteltag! Das bedeutet, dass man sich alle wichtigen Stichpunkte aufschreibt. Besonders Formeln, Regeln, wichtige Stichpunkte usw. sollten schriftliche festgehalten werden. Allein durch das Anfertigen der Zettel gelangen viele Infos sicher in den Kopf.

Tag 2 vor der Prüfung: Angucken
Die Zeit, die ihr für die Prüfungsvorbereitung aufwendet kann heute viel weniger betragen als die letzten Tage. Nichts sollte mehr unklar sein. Checkt eure Zettel von gestern und lasst alles gedanklich Revue passieren.

Tag 1 vor der Prüfung: Relaxen

Was heute noch nicht sitzt oder klappt fällt wohl unter das Motto: Mut zur Lücke. Jetzt noch mit brandneuen Inhalten oder Aktionen stressen? Nein, danke. So steigt die Angst nur noch mehr. Man sollte sich sagen: Ich habe geübt, ich bin gut, ich kann das! Und wenn es schief geht, liegt das nicht daran, dass ich unvorbereitet bin!


DerAbiturient.de wünscht dir viel Glück und Erfolg!


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